Sex bei Endometriose

Sexualität mit Endometriose - Lust trotz Schmerz?

3 Tipps für eine lustvollere Sexualität mit Endometriose

Erfahrungsbericht Franziska

So erlebt(e) Franziska, die von Endometriose und Adenomyose betroffen ist, ihre Sexualität:

Sex und Endometriose. Da kommen bei mir ehrlich gesagt viele negative Gedanken auf. Vor allem wenn ich gedanklich einige Jahre zurückgehe. Vor zehn Jahren hatte ich nämlich noch keine Endometriose Diagnose. Aber mein Zyklus war brutal. Starke Blutung, extreme Schmerzen um die Periode herum und starke Beschwerden über den gesamten Zyklus hinweg. Wenn ich zurückdenke, waren mein Bauchraum und mein Unterleib für mich eher wie ein Feind und sicher nichts Lustvolles. Und Sex war definitiv auch keine positive, schöne Erfahrung. Solosex habe ich etwas mehr genossen als den Sex mit Penetration mit meinem Partner. Vermutlich spielt da auch mit, wie die/der Partner:in ist. Ist sie/er verständnisvoll oder eher nicht, ist die Beziehung auf Augenhöhe, können Bedürfnisse kommuniziert werden und so weiter. Mein Partner hatte zwar viel Verständnis, aber ich glaube, sowohl ich wie auch er waren uns nicht im Klaren darüber, wie man Sexualität leben kann, dass es nicht nur für ihn – sondern auch für mich – etwas Schönes ist. Manchmal habe ich mich gefragt, ob mit mir etwas nicht stimmt. Dass ich noch keine Diagnose hatte, hat sicherlich zu dieser Unsicherheit beigetragen. Ich dachte, ich sei anders, weil ich im Zyklus so starke Schmerzen hatte und den Sex als «Muss» empfand und nicht als etwas, das ich gerne mache. Aufgrund der Adenomyose empfand ich auch den Orgasmus für mich nicht wirklich «als Ziel». Denn ich erlebte danach teilweise starke Krämpfe.

Ich schreibe hier mehrheitlich in der Vergangenheit, weil sich durch meine bestätigte Endometriose- und Adenomyose-Diagnose, dank dazugewonnener Lebenserfahrung und neuem Partner Vieles verändert hat.

Auch wenn der Bauch immer noch mein Schwachpunkt ist, habe ich meinen Körper besser kennengelernt und weiss jetzt auch mehr, was eher Schmerzen auslöst und was nicht. Gleichzeitig weiss ich, dass Endometriose (und auch Adenomyose) ein unglaublich individuelles Thema ist. Und genau so individuell ist auch das Thema Sexualität und Endometriose. Leider wird es wohl nie die eine Lösung geben, die bei allen für eine schmerzfreie Sexualität sorgt. Aber ich möchte dich ermutigen, dich und deine Schmerzen ernst zu nehmen und auch in deiner Partnerschaft für deine Bedürfnisse einzustehen und als Paar auch zu versuchen, gemeinsam zu erkunden welche Formen von Sexualität es für euch geben kann.

Ich wünschte, als ich schon den Verdacht hatte Endometriose zu haben und Sex für mich nicht schön war, hätte es schon einen Blogartikel wie den folgenden von Miriam gegeben. Ich hoffe, du kannst daraus etwas mitnehmen und wünsche dir eine gute Lektüre.

Was ist Endometriose?

In der Schweiz sind schätzungsweise 6 bis 10 Prozent der Frauen im Alter zwischen der ersten und letzten Periode von Endometriose betroffen. Man spricht von Endometriose, wenn sich Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ausserhalb der Gebärmutter ansiedelt. Zum Beispiel im Beckenraum (an Blase, Bauchfell, Eileiter, Darm oder an den Eierstöcken), in seltenen Fällen aber auch an Organen ausserhalb des Beckenraums. Diese Endometrioseherde reagieren – wie die Schleimhaut der Gebärmutter – auf den Hormonzyklus, was zu Entzündungen, Verwachsungen und starken Schmerzen (insbesondere während der Menstruation) führen kann. Weil das Blut an den betroffenen Stellen (anders als in der Gebärmutter) nicht abfliessen kann, sondern durch Entzündungszellen abgebaut werden muss. Endometriose ist eine gutartige, chronische Erkrankung, deren Symptome mit den Wechseljahren meist verschwinden.

Mögliche Symptome von Endometriose: Wie äussert sich Endometriose?

Endometriose macht sich zum Beispiel mit folgenden Symptomen bemerkbar:

  • Zyklische Unterbauchschmerzen und oft starke, chronische Schmerzen
  • Verdauungsbeschwerden, Blähbauch (Endo-Belly)
  • Starke Menstruationsbeschwerden, auffällige oder starke Blutungen oder Gebärmutter-Krämpfe
  • Ausstrahlende Schmerzen in den Rücken oder die Beine
  • Gestörter Zyklus (z.B. Zwischenblutungen, starke Blutungen)
  • Schmerzen beim Wasserlösen oder beim Stuhlgang
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Schmerzen beim Sex
  • Unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Beschwerden mit der Blase, Müdigkeit und Erschöpfung, Übelkeit, Erbrechen

Da die Symptome von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein können, wird Endometriose auch als Krankheit mit vielen Gesichtern bezeichnet.

Viele Betroffene berichten, dass gerade die Auswirkungen auf ihre Sexualität besonders belastend sind. Nach wie vor ist es nicht selbstverständlich, offen über Sexualität zu sprechen. Darum leiden Betroffene in diesem Bereich oft lange allein. Das muss nicht sein! Zumal Sexualität ein wesentlicher Teil von psychischer und physischer Gesundheit, allgemeiner Lebenszufriedenheit und Beziehungszufriedenheit ist.

Wie wirkt sich Endometriose auf die Sexualität aus?

Sexualität soll leicht sein – so wird es uns erzählt. Doch viele Frauen mit Endometriose erleben etwas anderes. Sie möchten Lust empfinden, aber stattdessen kommt die Angst vor Schmerz. Sie möchten Nähe, aber der Körper macht nicht mit. Oder sie vermeiden Sex, weil er sich unsicher, angespannt oder schmerzhaft anfühlt. Einige meiden auch Köperkontakt, da dieser möglicherweise zu Sexualität führen könnte. Das wirkt sich auf das sexuelle Erleben, die Beziehung zum eigenen Körper und die Beziehung aus.

Viele Frauen berichten zum Beispiel von:

  • Weniger Lust, Unlust
  • Schwierigkeiten, erregt zu werden oder vaginale Trockenheit
  • Schmerzen bei (penetrativer) Sexualität
  • Schuldgefühle gegenüber dem Partner oder der Partnerin
  • Einem belasteten Verhältnis zum eigenen Körper
  • Angst vor Schmerzen beim Sex
  • Unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Beschwerden mit der Blase, Müdigkeit und Erschöpfung, Übelkeit, Erbrechen

Schmerzen beim Sex (Dyspareunie) sind mit Endometriose häufig. Diese Schmerzen können verschiedene Ursachen haben:

  • Wenn Endometrioseherde in er Nähe der Vagina, der Gebärmutter oder des Darms liegen, kann penetrative Sexualität Druck auf die schmerzempfindlichen Strukturen ausüben.
  • Bei sexueller Erregung und beim Orgasmus werden Endorphine ausgeschüttet, die kurzfristig schmerzlindernd sind. Wenn ihre Wirkung nachlässt, können Schmerzen wieder stärker wahrnehmbar werden. Dann treten Schmerzen zeitverzögert nach dem Sex auf.
  • Bei sexueller Erregung kommt es zu einer stärkeren Durchblutung der Organe im Becken. Dies kann vorhandene Beschwerden verstärken, weil eine stärkere Durchblutung die Wahrnehmung intensiviert.
  • Viele Betroffene entwickeln unbewusst Schutzspannung im Beckenboden, um sich vor den Schmerzen zu schützen. Die Spannung wiederum kann den Schmerz verstärken.

Wenn Sex mehrfach als schmerzhaft erlebt wurde, reagiert das Nervensystem oft schon im Voraus mit Angst und Anspannung. So kann ein Schmerz-Teufelskreis entstehen:

Schmerz oder Angst vor Schmerz → Anspannung → weniger Durchblutung → weniger Erregung → noch mehr Schmerz.

Wenn Sex immer wieder Schmerzen verursacht, verliert er seine Anziehung. Es ist ein bisschen so, als würde man wieder und wieder in eine Kerzenflamme greifen und sich daran verbrennen – irgendwann will man es nicht mehr riskieren.

Sexualität mit Endometriose neu gestalten

Sexualität kann frau (und mann!) nicht einfach so. Sie ist gelernt. Und darum auch neu lernbar und gestaltbar. Viele Frauen mit Endometriose glauben, sie müssten einfach mit ihren sexuellen Schwierigkeiten leben. Dem ist nicht so!

Wenn Sex Schmerzen verursacht, ist es wichtig, diese Beschwerden ernst zu nehmen und mit Fachpersonen zu besprechen. Eine Sexualberatung oder Sexualtherapie kann helfen, neue Wege zu finden, eine erfüllende und lustvolle Sexualität zu erleben.

Sexualität entsteht aus einem individuellen Zusammenspiel von:

  • Körper: Gelernte Bewegungs- und Erregungsmuster. Was machst du genau, um deine Erregung (bis zum Orgasmus) zu steigern? Wo bist du angespannt? Wo entspannt?
  • Wissen und Glaubenssätze: Welche Vorstellungen, Ideen, Denkweisen prägen deine Beziehung zu Sexualität?
  • Nervensystem: Wie sicher oder unsicher fühlt sich dein Körper bei sexueller Aktivität?
  • Erfahrungen: Welche angenehmen/unangenehmen Erfahrungen hast du bisher gemacht?
  • Beziehung und Kommunikation: Wie gelingt es dir, dich oder dein:e Partner:in zu verführen? Welches sind deine erotischen Kompetenzen?
  • Sexuelle Identität: Wie sexuell selbstsicher bist du? Wie erlebst du dich als sexuelles Wesen? Wie ist deine Beziehung zu deinem sexuellen Sein? Zu deinem Sein als lustvolle Frau?
  • Gesellschaft: Was glauben wir als Gesellschaft, wie Sex sein sollte?

Über die verschiedenen beschriebenen Punkte lässt sich Sexualität selbstwirksam gestalten. Dabei kann es sehr entlastend sein, wenn du diesen Weg nicht allein gehen musst. In meiner Arbeit als Sexualtherapeutin begleite ich Frauen und Paare dabei:

  • Schmerzen beim Sex besser zu verstehen
  • Wege für eine schmerzfreie Sexualität zu finden
  • Den Körper wieder als Verbündeten zu erleben
  • Druck und Leistungsgedanken aus der Sexualität zu lösen
  • Neue Wege zu Lust, Nähe und Sexualität zu entdecken

Du kannst jedoch auch viel für dich selbst machen, wie dir die 3 nachstehenden Tipps zeigen.

Buche hier deinen Kennenlern-Termin.

3 Tipps für eine lustvollere Sexualität mit Endometriose

Sexualität verändert sich im Laufe des Lebens immer – auch für Menschen ohne Endometriose. Auch mit Endometriose kann es darum möglich sein, neue Formen von Nähe, Lust und Verbindung zu entdecken. Manchmal anders als zuvor, aber dennoch erfüllend. Es geht darum, deinen ganz persönlichen Weg zu einer erfüllenden Sexualität zu finden.

Wer sagt denn eigentlich, wie Sexualität auszusehen hat? Was bedeutet Sexualität für dich? Kannst du die Bedeutung erweitern und Sexualität grösser denken, so dass sie deinem Wohlbefinden dient?

Mit diesen drei alltagstauglichen Tipps und Mini-Reflexionen legst du den Fokus auf das eigenständige Gestalten und Entwickeln einer lustvolleren Sexualität.

Finde genussvolle Ausnahmen:

Kein Problem besteht ohne Unterbruch. Wann gibt es in deinem Leben schmerzfreie lustvolle, genussvolle und erregende Momente? Was zeichnet sie aus? Wie fühlen sie sich an? In welchen Momenten geniesst du deinen Körper besonders?

Führe ein Schmerztagebuch

Wann, wo und wie genau hast du Schmerzen? Bei Erregung? Beim Geschlechtsverkehr? Nach dem Orgasmus? Wo nimmst du Schmerzen wahr? Kannst du das möglichst genau benennen? Wie sind sie (stechend, dumpf, ein Druck, brennend …)? Das Führen des Tagebuchs hilft dir, Muster und Ausnahmen zu erkennen – es lohnt sich, diese Ausnahmen zu finden und ihnen etwas auf den Grund zu gehen, um sie verstärken zu können. Davon möchtest du ja mehr. Was unterscheidet sie von den schmerzhaften Momenten? Das Tagebuch ist ausserdem praktisch, wenn du dir Unterstützung bei eine:r Therapeut:in suchst.

Übe dich in Selbstfürsorge:

Wie kannst du deinem Körper (auch unabhängig von Sexualität) Gutes tun? Wie kannst du für dein Wohlbefinden sorgen? Deine Grenzen wahren? Was davon lässt sich auf die Sexualität übertragen?

Wenn du alleine nicht weiterkommst, dann hol dir Unterstützung bei Fachpersonen. Zum Beispiel in Form von Sexualtherapie.

Sexualtherapie bei Endometriose

In der sexualtherapeutischen Begleitung bekommst du Raum, um über Themen zu sprechen, die häufig wenig Platz bekommen:

  • Schmerzen beim Sex
  • Angst vor Sexualität
  • Lustverlust
  • Unsicherheit im eigenen Körper

Allein darüber sprechen zu können, wird von vielen Frauen als grosse Entlastung erlebt.

Dann geht es in der Sexualtherapie darum, neue Wege von Sexualität zu entdecken, die zu dir passen. Neue Wege zu Nähe, Berührung, Lust. Verschiedene Formen von Sexualität auszuprobieren, deinen eigenen Körper neugierig zu erkunden und offen mit der Partnerin oder dem Partner über Schmerzen und Ängste zu sprechen.

Ein wichtiger Teil der sexualtherapeutischen Arbeit besteht auch darin, wieder Vertrauen in den eigenen Körper aufzubauen und neue, positive Erfahrungen zu ermöglichen. Damit du aus dem Schmerz-Teufelskreis ausbrechen kannst und deinen Körper wieder als Verbündete erlebst.

Da viele Betroffene unbewusst eine starke Muskelanspannung im Beckenboden (manchmal auch im Kiefer, sie hängen zusammen!) entwickeln, welche die Schmerzen verstärken, arbeiten wir in der Sexualtherapie auch über die Wahrnehmung des Beckenbodens. Dadurch können die Schmerzen beim Sex oft deutlich abnehmen. Du lernst neue Bewegungs- und Erregungsmuster kennen, die mit weniger Anspannung auskommen. Dadurch werden wieder lustvollere, sexuelle Erfahrung möglich.

Häufige Fragen zu Endometriose und Sexualität

Kann man mit Endometriose Sex haben?

WJa. Allerdings erleben manche Frauen mit Endometriose Schmerzen beim Sex. Sexualität muss jedoch nicht nur aus Penetration bestehen. Es gibt andere Formen von Sexualität und Intimität, die sich mit Endometriose angenehm und lustvoll anfühlen können.

Warum tut Sex bei Endometriose weh?

Schmerzen beim Sex entstehen, wenn auf Endometrioseherde oder Verwachsungen im Becken Druck ausgeübt wird – zum Beispiel durch Penetration. Auch eine unbewusste Anspannung des Beckenbodens kann Schmerzen verstärken.

Sind Schmerzen beim Sex bei Endometriose normal?

Nein. Die Beschwerden sollten ernst genommen werden. Viele Betroffene berichten von Schmerzen (Dyspareunie) beim Sex. Schmerzen beim Sex sind aber kein Zustand, mit dem man einfach leben muss. Es ist sinnvoll, medizinische und/oder sexualtherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Warum habe ich nach dem Sex Schmerzen bei Endometriose?

Manche Frauen haben erst einige Zeit nach dem Sex Schmerzen. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass während sexueller Erregung Endorphine ausgeschüttet werden, die kurzfristig schmerzlindernd wirken. Wenn ihre Wirkung nachlässt, werden vorhandene Schmerzen stärker gespürt.

Kann Endometriose die Lust auf Sexualität beeinflussen?

Ja, absolut. Die Angst vor Schmerzen, chronische Schmerzen, ein schwieriges Verhältnis zum eigenen Körper oder Schwierigkeiten in der Partnerschaft können dazu führen, dass die Lust abnimmt. Unlust ist eine verständliche Reaktion des Körpers.

Wie kann Sexualität mit Endometriose wieder angenehmer werden?

Es kann hilfreich sein, Sexualität neu zu denken und zu gestalten. Zum Beispiel: Druck aus der Sexualität nehmen, andere Formen von Berührung entdecken, offen über Bedürfnisse sprechen und den eigenen Körper besser kennenzulernen. Auch eine Sexualberatung oder Sexualtherapie kann bei Endometriose unterstützten.

Kann Sexualtherapie bei Endometriose helfen?

Ja. In der Sexualtherapie geht es unter anderem darum, die Schmerzen zu verstehen, den Körper wieder als Verbündeten z erleben und neue Wege zu Lust und Intimität zu entdecken. Es geht darum, neue körperliche und emotionale Erfahrungen zu machen, die eine lustvolle Sexualität fördern. Viele Betroffene entwickeln unbewusst eine hohe Anspannung im Beckenboden, um sich vor Schmerzen zu schützen. Diese Spannung verstärkt jedoch häufig den Schmerz zusätzlich. In der Sexualtherapie geht es darum auch darum, über sanfte Körperarbeit und gezielte Übungen zu lernen, das gelernte Erregungsmuster zu verändern.

Welche Sexstellungen sind bei Endometriose nicht schmerzhaft?

Das ist sehr individuell und hängt davon ab, wo sich Endometrioseherde befinden. Viele Betroffene erleben Stellungen als angenehmer, bei denen sie selbst das Tempo und die Tiefe der Penetration bestimmen können. Zum Beispiel wenn sie oben sind. Auch seitliche Positionen können helfen, den Druck auf empfindliche Bereiche zu reduzieren. Wichtig ist, neugierig auszuprobieren, was sich für dich gut anfühlt.

Wie kann ich mit meiner Partnerin oder meinem Partner über Schmerzen beim Sex sprechen?

Offene Kommunikation ist für eine erfüllte Sexualität - mit oder ohne Endometriose – zentral. Dabei ist es hilfreich, dann über Sexualität und damit verbundene Ängste, Schmerzen und Unsicherheiten zu sprechen, wenn beide in einem ausgeglichenen, regulierten Zustand sind. Ausserhalb der sexuellen Situation. Schön ist, wenn es gelingt, ein gemeinsames Projekt daraus zu machen, neue Formen von Nähe und Intimität zu entdecken. Hier kann eine sexualtherapeutische Begleitung sinnvoll sein, damit die oftmals anspruchsvollen Gespräche nicht alleine gemeistert werden müssen. Sich Unterstützung zu holen ist eine langfristige Investition in die Beziehungszufriedenheit.

Kann Endometriose die Beziehung oder Partnerschaft belasten?

Ja. Endometriose kann die Beziehung belasten. Gerade wenn Schmerzen beim Sex, Lustverlust oder Unsicherheiten über den eigenen Körper auftreten. Viele Betroffene haben Angst, den Partner oder die Partnerin zu enttäuschen, oder sie ziehen sich aus der Sexualität zurück. Gleichzeitig fühlen sich Partner:innen oft hilflos. Eine offene Kommunikation über Schmerzen, Bedürfnisse und Grenzen kann die Beziehung vertiefen. Wenn beide Partner bereit sind, Sexualität neu zu denken und Druck aus der Situation zu nehmen, können neue Formen von Nähe, Intimität und Lust entstehen.

Du willst mehr über Endometriose und Ernährung wissen?

Dann schau bei Deborah Staub vorbei: Doula, Ayurveda-Masseurin und Yogalehrerin in Bern.
Blog

Ich freue mich, mit euch über Sexualität zu sprechen.

Herzlich, Miriam